600 JAAR HOOLBOOM.

FAMILIENNACHRICHTEN.

FISCHER

[MASCHEN )

AUSGABE 16- Januar 2007 ( 40F26 )/         FRANKFÜRT AM MAIN.

Schulz, Krüger,  Schmidt,  Alpen,  Lindes,  des Fontaines,  Paetz,  Clafton, Outzen,  Brown, Vandyk,  van Nimwegen,  Gernet,  van Brienen,  de St.Valery.

Liebe Familie, liebe Freunde,

das neue Jahr hat friedlich und bei uns auch sehr ungewöhnlich warm begonnen.  Ich möchte die Gelegenheit nutzen, all jenen zu danken, die mir so nett zum  Weihnachtsfest und danach geschrieben haben. Da der Januar ein in der Fliegerei eher aufkommensschwacher Monat ist, habe ich nach der Dezemberausgabe gleich die Gelegenheit und den Stift ergriffen und eine weitere Ausgabe begonnen.

Als ich im Sommer 2004 in Ostfriesland weilte, ergab sich bei einem Ausflug nach Groningen ein glücklicher Zufall: In einem Antiquariat in der Innenstadt fiel mir ein Buch in die Hand, welches mein Interesse weckte. Dort wiederum war in einem Literaturverweis ein Buch mit dem Titel „600 Jaar Hoolboom» genannt worden. Einige Zeit später gelang es mir, das Buch bei der Königlichen Bibliothek in Den Haag ausfindig zu machen und schließlich sogar auszuleihen und zu kopieren.

Wir müssen nicht weit von den uns bekannten Familien zurückgehen, um auf die Hoolbooms zu stoßen: Unser Vorfahr  Andreas Traugott Paetz war mit Ernstine Katherina Blumenröder verheiratet, deren Mutter eine geborene Hoolboom war. Reinira Frederica Hoolboom war mit dem Kaufman Wilhelm Frnst Blumenröder verheiratet.  Reiniras Vater, Egbertus Hoolboom wiederum, war 1763 aus den Niederlanden nach Archangel gekommen,  um dort die freie Stelle des niederlandisch-reformierten Predigers zu besetzen. Noch im selben Jahr heiratete er dort Anna Katharina Furst, die Tochter von Johann Furst und Wendelina Zollikofer und Enkelin von Wendelina Poel.

Manch einem von Euch wird der Name daher schon geläufig sein,denn in der Ausgabe über die Familie Poel ( 30F18 ) vom 1.1.2000 führt der Stammbaum von den Paetz über die Hoolbooms so zur Familie Poel.

Doch zunächst will ich auf die Anfange dieser Familie in den Niederlanden eingehen: Der Name Hoolboom, der auch in anderen Varianten wie Haalboom oder Haelboom vorkommt, wird zumeist in den Wappen der Familienzweige in seiner Bedeutung direkt übersetzt, es handelt sich dabei um ein sogenanntes sprechendes Wappen : Ein Haalboom bezeichnet im Holländischen einen Zugbaum bzw. eine Halterung im Schornstein, an dem früher die Kessel über den Feuern aufgehängt wurden. Die Variante Haalboom ist die Aussprache im burgundischen Dialekt, Hoolboom jene im Sächsischen. Zur Verdeutlichung mag die nebenstehende Skizze und das Wappen der Familie Haalboom (Bennekom) dienen, die aber nicht unsere Linie ist,sondern zu den 4 weiteren bekannten Familien dieses Namens zählt.

Allerdings fuhren die Wappen in die Irre,denn sie sind deutlich nach dem Namen entstanden. Der Name Hoolboom lässt sich nämlich auf eine ganz andere Quelle zurückführen:auf den Zugbaum d.h. Schlagbaum, der zur Zollerhebung und Absicherung früher an vielen Gemarkungs- und Gemeindegrenzen, namentlich
am Beginn von Landwehren — speziell befestigten und abgeschirmten Handelswegen, die auch der Verteidigung dienten — aufgerichtet war. Die Anwohner dieser Schlagbäume waren meist verpflichtet, diese auch zu bedienen. Die dort erbauten Häuser wurden meist Haalboom, Slotboom, Coerboom oder Pasop genannt. Gelegentlich ist sogar eine Burschenschaft nachgewiesen, die „Haalboom-Manen». Im Verlaufe der Zeit hat sich dann der Name des Hauses bzw. die Tätigkeit auf die Bewohnerais Familiennamen übertragen.

Der erste Haalboom, Jelis Haalboom, ist vor 1383 geboren worden. (Es ist nebenstehenden Gerichtsprotokoll erwahnt).

Allerdings zählt er vermutlich zur Bennekomser Linie der Familie und sei hier nur der Vollständigkeit halber erwähnt. Vielfach taucht der Familienname noch in 15Jhd. auf, meist im Zusammenhang mit Landgütern, die erworben oder verkauft wurden.

Auch die Kampener Hoolbooms, von denen wir abstammen, lassen sich noch vor das Jahr 1400 zurück verfolgen. Als erstes wird schriftlich Roelof Hoeleboem am 23.4.1417 im Bürgerbuch der Stadt Kampen erwähnt. Er muss schon vor 1400 geboren worden sein. Ungefähr 3 Generationen weiter liest man
von Matheis Holboem, der um 1480 geboren wurde.

1525 ist er mit seiner Frau Geertrui Jans/., und seinem Sohn Reyner bei einem Hauskauf in der Groenestraat genannt. Er kommt noch verschiedentlich vor und ist vor 1562 verstorben. Sohn Reyner / Reynier Hoelboem ist Schiffer. Es folgen einige Generationen Unterbrechung. Später folgen emeut 3 Generationen beginnend mit Theunis Hoolboom und seiner Frau Barber Jaspers.

Wie unser erster gesicherter Vorfahr Jan llolboom mit diesen älteren Hoelboems in Kampen zusammenhängt ist nicht zu klären. Jan ist zwischen 1550 und 1560 geboren und hatte wahrscheinlich 2 Kinder Hendrickgen und Reynier, der als erster das Wappen der Kampencr Hoolbooms fuhrt: einen umgedrehten, goldenen Bienenkorb in welchem 3 goldene Ähren stecken, auf blauem Grund. Reynier ist um 1580 geboren, sein Hauptberuf war Schiffer. Als Bürger der Stadt hatte er jedoch noch viele andere Ämter auszufüllen: so war der erste der 4 Brotwieger, erster der beiden Kämmerer, Brücken- und Wegemeister, Kirchenmeister der Bovenkerk 1636, Leiter des Magistrats von Kampen 1635-58 (dies entspricht dem Bürgermeister, eine Funktion die es damals in den Niederlanden so nicht gab), Verwalter des Pesthauses, des   Vorläufers des städtischen Krankenhauses, Schöffe, „Assay»meister, Hauptmann einer Kompanie Bürger von Buyten-Espel und noch mehr.
Er war mit Geertje Roleff  Eeckhout verheiratet, mit der er 1645 auch ein Haus und 3 Jahre später eine weitere Immobilie erwirbt. Auch in Deventer wird der Schiffer am 18.8.1645 in einem Dokument genannt. 1649 Iässt das Paar ein Testament aufsetzen, Reynier verstirbt vor dem 5.6.1658 (an diesem Datum werden neue Hauptleute für die verstorbenen Hauptleute der Bürgenvehr eingeführt). Das Paar hat zumindest 6 Kinder.

Es folgt in der Generationenreihenfolge das 4.Kind, Rodolphus/Roelof Hoolboom. Er wird um 1630 herum in Kampen geboren, obwohl sein Name im Taufbuch nicht vorkommt. Er wird jedoch in den Testamenten seiner Eltern als ihr Sohn bezeichnet. Er ist zunächst als Schüler an der Lateinschule in Deventer genannt, dann am 1.5.1651 als Student der Philosophie an der Universität Harderwijk, ein Jahr später in Utrecht. 1654 wird er schließlich als Jurastudent an der Universität Leiden gefuhrt, wo er 1 Jahr später dieses Studium abschließt. Ein Rodolphus Hoolboom ist ebenfalls noch an der französischen Fakultät der Universität in Groningen in Jahre 1652 aufgeführt, doch muss es aufgrund der damalige Infrastruktur als unwahrscheinlich gelten, dass der gleiche Rodolphus gleichzeitig an zwei derart weit von einander entfernten Universitäten studiert haben könnte. 1655 meldet sich Rodolphus in Leiden an der Pieterskerk ab mit der Absicht nach Kampen zurück zu kehren. Warum wohl? Alle Studien kann er ja wohl kaum schon beendet haben. Er verlobt sich 3 Jahre später am 3.12.1658 in Beverwijk mit Maria Adriaansen und heiratet sie am 14.1.1659 in Amsterdam. Zum Zeitpunkt der Hochzeit ist Rodolphus „der beiden Rechte Doctor. Offensichtlich hat er seine Studien doch irgendwie (oder irgendwo, vielleicht im Ausland?) abgeschlossen. Er besitzt ein Haus in der Oudestraat mit Zugang zum Karpersteeg mit Brauerei und Pumpenhaus. Er wird am 20.6.1704 in der Buitenkerk in Kampen begraben.

Ihm folgt sein jüngstes von 4 Kindern, sein Sohn Reinerus nach. Auch von ihm ist kein Taufdatum bekannt. Er legt als Reynerus Hoolboom aus dem Bovenkwartier in Kampen im September 1698 sein Glaubensbekenntnis ab. Später verlegt er sein Leben nach Deventer, einer in jener Zeit besonders bedeutenden Stadt. Er verlobt sich am 17.12.1698 mit Magdalena van Baien, Tochter des verstorbenen Henricus van Baien und der Aeitien Timens/Thimans. Reinerus ist interessantenveise bei seiner Verlobung in Deventer nicht anwesend, wahrscheinlich, weil er noch in Kämpen wohnt. Zu seiner Hochzeit am 12.1.1699 ist er jedoch am Ort des Geschehens. Binnen 3 Monaten erhält er das Bürgerrecht von Deventer.

Ein Beweis für den gesicherten Wohlstand, in dem er lebt. Ungefähr ein Jahr später kauft er ein Haus in der Menstrate. Ende 1701 kauft er ein Haus in der Po(l)strate. Am 12.12.1709 verkauft ihm seine verwitwete  Schwiegermutter den „Pothoofd», er verkauft im nächsten Jahr das zuerst erworbene Haus in der Polstrate wieder, bekommt aber von seiner Schwiegermutter „Gut&Geld» im Ausgleich dafür in Aussicht gestellt. Am 14.12.1710 lässt Aaltjen Timans festlegen, dass „alle ihre mobilen und immobilen Güter, Hausrat, Leinen wie Wolle, nichts davon ausgesondert», an Reinerus und Magdalena vermacht werden. Nur ein Buch mit silbernem Beschlag, 6 Bettlaken, 6 Hemden, eine Tischdecke und 6 Serv ierten sollen an die Tochter ihres Sohnes gehen. Zum Ausgleich sollen Reinerus und Helena (Magdalena) insgesamt 164 Caroligulden an mehrere in Testament genannte Personen, darunter die ältere Schwester von Reinerus, Judith Hoolboom zahlen. Der weitere Lebensweg von Reinerus und Magdalena ist unsicher. Reinerus Ableben ist nicht in Deventer verzeichnet.

Von seinen 9 Kindern folgen wir Hendrik/Henricus Hoolboom, der als ältestes Kind am 16.11.1699 in Deventer getauft wird und später nach Amsterdam zieht. Hendrik wird Silberschmied und wird als Neffe von Silberschmied Frederik van Baien dort verzeichnet.

Auch Henriks Söhne Jan, Pieter und Hendrik d.J. werden Silberschmiede in Den Haag. Jan heiratet in Den Haag. Ihm wird eine noch erhaltene Schnupftabakdose aus dem Jahre 1771 zugeschrieben. Er kauft ein Haus in der Straße het Spui und spatter das Haus “hei slop van drei boeren”. Er fuhrt ein  gevierteltes Wappen, welches im 1. Feld das Hoolboom Wappen zeigt, im 2. ein  Wappen ähnlich dessen der Familie Eeckhout und noch 2 unbekannte Wappen in den verbleibenden Feldern. Mit 90 Jahren wird er an seinem „Eisbein», einem immer kalten Bein, operiert. Er wird mit den Worten an den Arzt zitiert:» Halte mich nur gut fest, denn dieses Bein war immer am lebendigsten». Auch die 100 Jahre erlebte er noch und wird mit zahlreichen noch erhaltenen Gedichten geehrt. Jans Söhne Pieter, Frederik und Arnoldus werden ebenfalls Gold- und Silberschmiede in Den Haag.

Auch Jans Bruder Pieter arbeitet zunächst in Den Haag.Von Hendrik Hoolboom d.Jüngeren, der nach Leiden zieht, sind sogar 2 Kandelaber erhalten, die ich nebenstehend abbilde.

Neben dieser sehr erfolgreichen Gold- und Silberschmiede Dynastie in Den Haag ist von uns aber das dritte Kind von Reinerus und damit der jüngere Bruder von Hendrik, Jacob/Jacobus Hoolboom interessant, denn er fuhrt unsere Linie fort. Jacob wird am 27.4.1702 in der Bergkerk in Deventer getauft. Am 18.1.1727 verlobt er sich mit Willemina Egberts/Egbertsen, die in der Bagijnestraat in Deventer wohnt. Die Ehe wird am 2.2.1727 geschlossen. Willemina wird, noch keine 40 Jahre alt, am 25.10.1747 in der Broederenkerk begraben. 7 Kinder sind aus der Ehe hervorgegangen, alle in Deventer getauft.

Wir interessieren uns wiederum für das dritte Kind, Elbartus/Egbertus Hoolboom. Jacob heiratet nach zweieinhalb Jahren Witwerschaft emeut, als er in der Rijkemanstraat wohnt. Geeske Nijkamp ist 32 Jahre alt und stammt aus der Assenstraat in Deventer. Weitere 4 Kinder werden geboren.

Egbertus nun ist unser schon bekannter Vorfahr aus dem Poel-Stammbaum. Er wird am 19.3.1730 in Deventer getauft und im Alter von 17 Jahren am Atheneum eingeschrieben. Am 13.9.1751 wird er Student der Theologie an der Akademie Gelro-Zutphania in Harderwijk. Wann und wo er seine Predigerlauft>ahn begonnen hat ist nicht bekannt, er hat jedoch zweifellos in mehreren Gemeinden gedient, bevor er 1763 nach Archangelsk zieht, um dort der 10. Prediger der niederländischen Gemeinde zu werden.

Niederländische Prediger haben die Gemeinde in Archangel 1660-1822 betreut, bevor die stetig schrumpfende Gemeinde mit der protestantischen Gemeinde zusammengelegt wurde. 1817 beschlossen die lutherische („Hamburger») und die reformierte („Holländische») Gemeinde anlässlich des Reformationsfestes ihren Zusammenschluss. Treibende Kraft war der mit einer  reformierten verheiratete lutherische Kaufmann Wilhelm Brandt. Nach der Vereinigung blieben zunächst beide Geistliche — der reformierte Brünings und der lutherische Brehme — im Amt. Auch beide Kirchen wurden weiter benutzt, die Schulen allerdings zusammengelegt. Als Schulleiter berief Wilhelm Brandt den Holsteiner Claus Untiedt. Pastor Brünings verließ 1822 schließlich als letzter holländisch-reformierter Pastor Archangel.

Im Jahr seiner Ankunft 1763 heiratet Egbertus Hoolboom Anna Katharina Fürst, Witwe des Cornelis (van) den Bosch und Tochter von Johann Fürst und Wendelina Zollikofer und Urenkelin von Jan Poel, der von Amsterdam nach Rußland kam, um beim Aufbau der Flotte zu helfen. Am 25.1.1776 stirbt Egbertus im Alter von 46 Jahren in Archangel.

Aus der Ehe stammen 4 Kinder, von denen das zweite, Reiniera Frederica, Wilhelm Ernst Blumenröder heiratete.

Deren gemeinsame Tochter Ernestine Katharina Blumenröder wiederum heiratete Andreas Traugott Paetz und somit schließt sich der Kreis wieder.

Was aus den anderen Kindern von Egbertus in Archangelsk geworden ist, ist mir nicht bekannt. Die Nachfahren der nicht nach Russland ausgewanderten Hoolboom/Haalboom Familie finden sich bis auf den heutigen Tag in den Niederlanden, wobei noch mehrere Silberschmiede aus der Familie hervorgegangen sind.

Teile der Familie sind auch während der Kolonialzeit nach Niederländisch-Ostindien (Indonesien), namentlich nach Batavia (Djakarta) ausgewandert.

Uber das weitere Schicksal der Hoolboom Nachkommen der Familie Paetz verweise ich auf die Ausgabe 10F4 vom 20.9.1991 über die Familie Paetz.

Ausschnittsweise habe ich einige Hauptlinien im nachfolgenden Stammbaum skizziert. Ich hoffe Euer Interesse mit dieser weit zurückreichenden Geschichte aus den Niederlanden gefunden zu haben. Das Buch über die Familie Hoolboom ist natürlich noch viel umfangreicher und umfasst mehr als 400 Seiten (auf holländisch). Auch über die Familie Eeckhout, ganz oben im Hoolboom-Stammbaum lässt sich möglicherweise noch etwas erkunden. Aber das muss bis zu einer weiteren Ausgabe warten.

Herzliche Grüße,

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Family newsletter 40F26, January 16th 2007

Dear family, dear friends,

the new year started peacefully and unusual warm in our area. I would like to take the opportunity to thank all those of you, who wrote me so friendly for Christmas and thereafter. Since january is a quiet month in aviation business, I
picked up my pencil right after the december edition again and wrote a new edition.

When I was in Eastern Frisia during the summer of 2004,1 found -by chance-during a visit to Groningen an interesting book in a local bookstore. When I looked through it I discovered a reference to another book: «600 Jaar
Hoolboom». Some time later, back home, I succeeded to find that book in the Royal Library in Den Haag and even managed to borrow and copy it.

We do not have to go far back in our family history to meet the Hoolbooms. Our ancestor Andreas Traugott Paetz was married to Ernestine Katharina Blumenroder, whose mother was a Hoolboom. Reinira Frederica Hoolboom was
married to merchant Wilhelm Ernst Blumenroder. Reiniras father, Egbertus Hoolboom emigrated in 1763 from the Netherlands to Archangelsk, to fill the vacant post of a priest of the dutch-reformed church. Within the same year he
married there Anna Katharina Furst, daughter of Johann Furst and Wendelina Zollikofer and granddaughter of Wendelina Poel.

The one or other of you will remember the name from the newsletter about the Poel family (30F18/1.1.2000). There the familytree lead from the Paetz via the Hoolboom to the Poel family.

But now I would like to start with the beginnings of the family in the Netherlands: the name Hoolboom, as well written Haalboom or Haelboom, is mostly translated with its meaning directly into the coat of arms of the various
parts of the family. This is called a «talking» coat of arms. A Haalboom means in dutch an attachment within a chimeny to hold the cauldron over the fire. The spelling Haalboom is the pronounciation in the burgundian dialect, Hoolboom in saxonian dialect. To make the meaning further clear see also the drawing and the coat of arms of the Haalboom (Bennekom) family, which is not our part of the family but one of the 4 other families of that name.

Concering how the name originated, the coat of arms is quite misleading, since they are considerably younger than the name itself. The name Hoolboom came originally from the turnpike which was used to raise custom taxes and to secure borders, especially at the begin of «Landwehren», specially protected and built traderoutes. They were as well used for defense purposes. The people living next to them had the duty to operate the turnpike. The houses built next to them were frequently called Haalboom, Slotboom, Coerboom or Pasop. From time to time there was even a brotherhood the so called «Haalboom-Manen». During the course of the time the name of the house / the duty was adapted as a familyname by the inhabitants.

The first Haalboom, Jelis Haalboom, was born before 1383. He is mentioned in a court protocol (see right lower corner)

He was most likely part of the Bennekomser branch of the family and is mentioned here only since he is the oldest bearer of the name. The name is metioned several times during the 15th century, generally when property in the
countryside was bought or sold.

The Kampen Hoolboom — our part of the family — can as well be followed back to the 14l century. The first written document is about Roelof Hoeleboem, who was metioned at 23.4.1417 in the citizenbook of the city of Kampen. He must have been born before 1400. About three generations later we can read about Matheis Holboem, who was bom around 1480. (see original text).

In 1525 he is mentioned with his wife Geertrui Jansz. and his son Reyner when they bought a house in the Groenestraat. He is mentioned several times later in various documents and died finally in 1562. His son Reyner/Reynier Hoelboem was boatman. There is now a gap of several generations. Later there are another
3 generations, starting with Theunis Hoolboom and his wife Barber Jaspers.

How our first certain ancestor Jan Hoolboom is linked with the older Hoelboems in Kampen is not known. Jan was bom between 1550 and 1560 and had most likely two children: Hendrickgen and Reynier, latter was the first to use the Hoolboom coat-of-arms: an upsidedown beehive with three golden ears in it on blue background. Reynier is bom around 1580, his main profession was boatman. But as a citizen he had to fill several offices as well: he was the first
of 4 breadweighers, the first chamberlain. Bridge and way surveyor, churchmaster of the Bovenkerk in 1636, head of the council of the city of Kampen 1635-58 (that is equivalent to a citymayor, a function unknown a that time in the Netherlands), Keeper of the «Pesthouse», the forerunner of the cityhospital, juror, «Assay»master, captain of a company of citizen of Buyten- Espel and many things more. He was married to Geertje Roleff Eeckhout. He
bought with her a house in 1645 and another property three years later. Even in Deventer the boatman was named in a document on august, 18th 1645. In 1649 the couple made their last will, Reynier died before june 5th 1658 (on that day new captains for the deceased captains were appointed). The couple had at least 6 children.

We follow the fourth child in the next generation: Rodolphus/Roelof Hoolboom. He was born around 1630 in Kampen, nevertheless his name is not registered in the book of baptism. In the last will of his parents he was listed as their son. He was pupil in the Latinschool in Deventer, beginning May la 1651, was listed in philosophy at Harderwijk university, one year later in Utrecht. In 1654 he is a law student in the university of Leiden, where he completed his studies one year later. There is another Rodolphus Hoolboom listed in the french faculty of the
university of Groningen, but it seems highly unlikely — considering the infrastructure of those times, that he would have been able to study at two universities that far apart at the same time. In 1655 he issued his withdrawl
at the Pieterskerk in Leiden to return to Kampen. Why is that so? He cannot possibly have completed all his studies by then. Three years later he had a fiancee: on december 3rd 1658 he promised to Maria Adriaansen in Beverwijk
and married her january 14th 1659 in Amsterdam. At the time of his marriage he was «doctor of both laws». He must have succeeded to complete his studies somehow (or somewhere, maybe abroad?). He owns a house at Oudestraat with access to Karpersteg, with a brewery and a pumphouse. June 20th 1704 he was burned in the Buitenkerk in Kampen.

We follow his youngest of four children: his son Reinerus. We do not know a date of baptism from him either. As Reynerus Hoolboom of the Bovenkwartier in Kampen he makes his religious confession in September of 1698. Later he has moved to Deventer, an important place during these times. He proposed december 17th 1698 to Magdalena van Balen, daughter of the late Henricus van Balen and of Aeltien Timens/Thimans. It is interesting that Reinerus is not present himself at the date of his proposal, most likely because he still lives in Kampen. But at his wedding on january 12th 1699 he is on the scene. Already 3 month later he received the citizenship of Deventer.

That is a proof of his wealthyness. About one year later he buys a house in Menstrate. By the end of 1701 he buys another house in Po(l)strate. December 12 1709 his widowed mother-in-law sells him the «Pothoofd». He sells the
house in Polstrate again the next year, but was promised my his mother-in-law «Money&Goods» as a compensation. December 14:h 1710 Aaltjen Timans made her last will: «all mobile and immobile goods, househould items, linnen and wool, nothing put aside», were promised to Reinerus and Magdalena. Only a book with silver fittings, 6 pairs of bedlinnen, 6 shirts, a table-cloth and 6 napkins were left for the daughter of her son. As a compensation Reinerus and Helena (Magdalena) had to pay 164 Caroligulden to several persons named in the last will, amongst them the oldest sister of Reinerus, Judith Hoolboom. The further whereabouts of Reinerus and Magdalena are uncertain. Reinerus death is not registered in Deventer.

Among his 9 children we follow Hendrik/Henricus Hoolboom, who was baptised as the oldest child on november 16th 1699 in Deventer and who moved to Amsterdam later during his life. Hendrik became a silversmith, and was listed
as a nephew of silversmith Frederik van Balen there.

Hendriks sons Jan, Pieter and Hendrik the younger became silversmiths as well — in Den Haag. Jan married in Den Haag as well. A still existing snuff-box dated 1771 was most likely his work. He bought a house in the street het Spui and later the house «het slop van drie boeren». His coat-of-arms was split in four: in the first field is the Hoolboom coat-of-arms, in the second one similar to the Eckhout arms, the other two are unknown. When he turned 90 years, he had to undergo surgery at his «Icy leg», an always cold leg with insufficient circulation. He was remembered with his words to the physician: «Hold me real tight, this leg was always the most active. He even turned 100 years old and was honoured with several still existing poems. Jans sons Pieter, Frederik and Amoldus were as well gold- and silversmiths in Den Haag. Jans brother Pieter worked initially in Den Haag as well. Hendrik Hoolboom the younger moved to Leiden. Two candelabrum he made are still existing (see picture).

Next to this very successful family of gold- and silversmiths in Den Haag, we are interested in the third child of Reinerus, Hendriks younger brother Jacob/Jacobus Hoolboom, who continues our branch of the family. Jacob was
baptised April 27th 1702 in the Bergkerk in Deventer. 18th. 1.1727 he promised to Willemina Egberts/Egbertsen, who lived then in Bagijnestraat in Deventer. They married 2.2.1727. Willemina was buried, not even 40 years old, on October 25,h 1747 in the Bovenkerk. The couple had 7 children, ail baptised in Deventer.

Their third child is Elbartus/Egbertus Hoolboom. His father Jacob remarries after being a widower for two and a half years, while living in Rijkemanstraat. Geeske Nijkamp is 32 years old and lived in Assenstraat in Deventer. They had
four more children.

Egbertus is the well known ancestor from the Poel familytree. He was baptized March 3rd 1730 in Deventer and went to the Atheneum when he was 17. September 13th 1751 he became a student of the Gelro-Zutphania Academy in
Harderwijk. When and where he started his work as a priest is not known, but he must have worked in several parishes already before he moved to Archangel in 1763, where he became the 10th priest of the dutch parish there.

There were dutch priests in the Archangelsk parish from 1660-1822. Thereafter the shrinking parish got to small and was united with the protestant parish. In 1817 the lutheran (Hamburgian) and the reformed (dutch) parish descided to unite on the day of the Reformation celebrations. Especially the lutheran merchant Wilhelm Brandt, who was married to a reformist wife, pushed the unification ahead. After the unification both priests, the reformist Brunings and the lutheran Brehme stayed in office. Even both churches were continuously used, but the two schools were made one. As headmaster Wilhelm Brandt called Claus Untiedt from Hoistein. Priest Brunings left Archangelsk finally in 1822 as last dutch-reformist priest.

In the year of his arrival 1763 Egbertus Hoolboom married Anna Katherina Furst, widow of Comelis (van) den Bosch and daughter of Johann Furst and Wendelina Zollikofer, therefor greatgranddaughter of Jan Poel, who came from
Amsterdam to Russia to help in building the fleet. January 25th 1776 Egbertus died at the age of 46 in Archangel.

There are four children coming from this marriage. The second, Reiniera Frederica, married Wilhelm Emst Blumenr6der.

Their daughter Ernestine Katharina Blumenr5der married Andreas Traugott Paetz and so we are at the beginning again.

What the fate of Egbertus’ other children in Archangelsk was is unknown. The descendants of the Hoolboom/Haalboom family, who did not emigrate to Russia are to be found until the present day in the Netherlands. Several more silversmiths came out of this family. Parts of the family emigrated during the
colonial time to Netherlands East-India (Indonesia), especially to Batavia (Djakarta).

For the Hoolboom descendants of the Paetz family please refer to edition 10F4 of September 20th 1991.

In the family tree only parts of the descendants are listed. I hope you enjoyed the far back reaching story from the Netherlands. The book about the Hoolboom family contains of course much more material (more than 400 pages in dutch).
About the Eeckhout family there is possibly more to be found, but that has to
wait until a later edition.

All the best,

Sven Rick Fisher.

Комментариев: 13 to “600 JAAR HOOLBOOM.”

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